BOL-Damen kassieren bittere Niederlagen

22. Februar 2016

Am Wochenende ging es für die Bezirksoberliga-Damen in der eigenen Halle um alles. Das erste Spiel sollte hochmotiviert den Tabellenführer Bad Soden bestritten werden. Ziel war es die gute Stimmung aus den voran gegangen Spieltagen und Trainingseinheiten auf das Feld zu bringen. Mit viel Kampfgeist und guter Stimmung ging die Startsechs mit Yvonne Gutte (Zuspiel), Heike Müller (Diagonal), Franziska Klimas und Aileen Simon (Aussen), Meike Jankovski und Carolin Hahne (Mitte), Anja Richter (Liebera) in den ersten Satz und setzten die Mädels aus Bad Soden unter Druck. Die Piratinnen waren immer gleich auf. Zum Satz Ende wurde Michaela Bugdol eingewechselt damit der Satz für Hochheim entschieden werden konnte. Leider hatten die Mädels etwas Pech und mussten den Satz dann 26:24 an Bad Soden geben. Alles war gut abgestimmt und so startete man in den 2.Satz. Vorerst gleichauf mit den Gegnern, konnten sich die 07-Damen aus Hochheim mit ihrem Schiff absetzen und erlangten eine Führung von 5 Punkten. Die Abwehr stand gut und durch gezielte Angriffe und wenigen eigen Fehlern konnten viele Punkte erarbeitet werden. So soll es weiter gehen! Schlussendlich ging dieser Satz verdient mit 25:21 an die Hochheimer Mädels. Im 3. Satz konnte man sich schnell eine Führung von 3 Punkten erarbeiten, die verteidigt werden sollte. Dann waren die Mädels aus Bad Soden plötzlich da und konnten sich aufgrund der jetzt steigenden Fehleranzahl auf Hochheim Seite und eigenen guten Aktionen Punkt für Punkt heranarbeiten. Hochheim musste diesen Satz mit 16:25 an Bad Soden abgeben. Im 4. Durchgang wollte man dann nochmal alles geben, denn man weiterhin hoch motiviert und wollte den Satz für sich entscheiden um im Tiebreak wichtige Punkte zu holen. Allerdings erhöhte sich die Fehlerquote in Annahme und Angriff weiter und man wurde unkonzentriert. Bad Soden hatte sich warm gespielt und gezeigt warum sie auf Platz 1 in der Tabelle stehen. Somit ging dieser Satz nochmals an Bad Soden. Trotz Niederlage konnte man mit der gezeigten Leistung zufrieden sein und war bereit für den nächsten Gegner aus Liederbach.

Nach dem 2-stündigen Kampfspiel gegen den amtierenden Tabellenführer, indem die Weinstädterinnen wirklich zeigten, was sie tatsächlich drauf hatten und Bad Soden hier und da echt ärgerten, wollten sie mit genau dieser Mannschaftsleistung, der guten Stimmung und dem Wissen, dass Sie es doch alle konnten, den so wichtigen Sieg gegen den VC Liederbach einholen. Das Aufschlagrecht war beim VC Liederbach, die ebenfalls als direkter Tabellennachbar auch noch um den Abstieg kämpfen und dementsprechend genauso dringend einen weiteren Sieg benötigten.

Zu Beginn des ersten Satzes zeigten sich die Damen 1 aus Hochheim noch etwas schläfrig, und Liederbach konnte mit 4 Aufschlägen fast 4 direkte Punkte erzielen. Die direkte Reaktion von Hochheim mit der Auszeit des Trainers Paul Hurys, der offensichtlich die richtigen Worte fand um den 07- Express ins Laufen zu bringen. Von nun an war es ein Spiel auf Augenhöhe und Hochheim konnte aus guten Abwehraktionen immer wieder einen guten Angriff aufbauen und punkten. Auch die langen Ballwechsel endeten meist mit Punkt für die Heimmannschaft. Die 07-Piratinnen arbeiteten sich Punkt für Punkt weiter an die kleine Führung von Liederbach heran, um dann sogar durch eine Aufschlagserie von Meike Jankowski in Führung zu gehen. Jetzt war der Wille wieder da, die Stimmung kochte und Damen hatten wieder Erfolg geschnuppert. Doch man hatte die Rechnung ohne Liederbach gemacht, die sich das Zepter nicht ohne Kampf aus der Hand nehmen lassen wollten. Die Spielmacherin von Liederbach setzte nun die Hochheimer Abwehr immer mehr unter Druck, indem Sie aus schnellen Aktionen heraus den Ball vor überraschte Weinstädterinnen auf den Boden brachte. Hochheim musste die hart erkämpfte Führung dann leider recht schnell wieder abgeben und wieder einer 2 Punkte Führung von Liederbach hinterher hetzen. Auch der plötzlich wieder aufkommende Endspurt, in dem dann der Hochheimer Block aufdrehte, reichte leider nicht um den Satz noch zu drehen und man musste sich im ersten Satz 22:25 geschlagen geben.

Naja… so ein Spiel ist ja bekanntlich erst vorbei, wenn 3 Sätze gewonnen wurden, also war das Hochheimer Motto, Mund abputze und weiter geht’s…

Mit unveränderter Aufstellung ging es zurück ins Spiel um mit dem ersten Aufschlag und dem daraus folgenden ersten Punkt ein Zeichen zu setzen. Und es funktionierte…. die Hochheimer Abwehr agierte wieder sicherer und brachte viele Bälle gut nach vor, wo Zuspielerin Yvonne ihre Angreiferinnen gut in Szene setzten konnte. Diese schafften es immer wieder Ihre Angriffsschläge so zu platzieren, dass es nun Liederbach war, die unter Druck gerieten und einer 3 Punkte-Führung von Hochheim hinterherlaufen mussten. Das Ziel fest vor Augen, diesmal als Sieger diesen Satz zu beenden, konnte Hochheim zwischenzeitlich sogar eine 5 Punkte Führung herausarbeiten, und den Liederbacher Trainer bei 13:7 zu einer Auszeit zwingen. Woran es lag, kann keiner genau sagen, doch plötzlich war die eben noch so gute Abwehr und Annahme auf Hochheimer Seite so ins Wanken geraten, dass man plötzlich leichte Fehler produzierte, Angriffe nicht mehr Ihr Ziel fanden, die Zuspielerin nur noch viele Notbälle spielen konnte, die zu langen Ballwechseln führten, die am Ende dann jedoch oft an Liederbach gingen. Die eigenen Fehler bauten Liederbach Punkt für Punkt wieder auf. Der Ausgleich bei 14:14 kam schneller als erwartet. Trainer Paul Hurys reagierte mit einem Wechsel auf der Außenposition. Aileen Simon, die im ersten Spiel einen „Sahnetag“ erwischte, kam für Franziska Klimas und erzielte mit einem wichtigen Block wieder einen Punkt für Hochheim. Liederbach jedoch hatte sich das Loch in der Hochheimer Abwehr ausgekuckt und die Weinstädterinnen schafften es leider nicht, dieses Loch konsequent zu schließen, ließen sich ein ums andere Mal von der Zuspielerin der Gegner verladen und kamen aus dem plötzlichen Loch nicht mehr schnelle genug heraus. Liederbach war wieder auf Kurs und startete eine Aufschlagserie, die von den 07-Damen nicht gestoppt werden konnte. Der Satz ging mit 16:25 an Liederbach.

3 Sätze muss man gewinnen und auch das Hinspiel in Liederbach konnten die 07 Damen nach einem 2:0 Satzrückstand letztendlich noch für sich entscheiden. Jedoch war das anscheinend aber auch das Ziel der Liederbacher, denn was sich im dritten Satz abzeichnete, war an Spannung kaum zu übertreffen. Von Beginn an, agierten beide Mannschaften ausgeglichen und keiner wollte dem anderen Punkte schenken. Auf Hochheimer Seite fand die Annahme wieder Ihr Ziel bei Zuspielerin Yvonne, die nun wieder ihre Angreifer gut einsetzten konnte. Der Mut war wieder da, der Kampfgeist geweckt und die vielen langen Ballwechsel zwar anstrengend aber auch oft mit gutem Ende für Hochheim. Über ein enges 12:11 ging es bis zum 22:21 und 23:24 gegen Hochheim. Das Ende dieses Satzes sollte über den normalen Punktestand hinausgehen, da die Hochheimerinnen mit viel Leidenschaft und Herzblut insgesamt 5 Satzbälle von Liederbach abwehren konnten. Leider schafften es die Damen 1 nicht selbst den letzten Punkt zu machen und so bot sich allen anwesenden das Finale des Tages über ein 23:24, 24:24, 25:26, 26:27 ein Fight, der verdeutlichte, dass beide Mannschaften, die hier um den Abstieg spielten, in dieser starken BOL eigentlich besser hätten dastehen können. Am Ende schafften es die 07-Damen leider nicht, den Satz noch zu drehen und Liederbach fand nun beim 6. Satzball wieder das Loch in der Abwehr und entschied auch den dritten Satz 28:30! für sich.

Vorbei! Hatten sich die 07-Damen doch so viel vorgenommen. Vorbei auch mit dem Kampf um einen Nichtabstiegsplatz. Jetzt liegt es nicht mehr nur in der eigenen Hand und es müsste noch viel passieren um einem Abstieg in die Bezirksliga zu verhindern. Auch wenn beide Spiele an diesem Heimspieltag verloren gingen, zeigten die 07 Damen eine konstant wirklich gute Leistung sowohl gegen den Tabellenführer, dem man sogar einen Satz abnehmen konnte, als auch gegen die direkten Nachbarn Liederbach.

Der Kampfgeist war wieder da, man agiert wieder gemeinsam und es wird von Spiel zu Spiel besser. Jetzt gilt es die letzten 2 Spiele diesen Schwung mitzunehmen, nochmal alles in eine Waagschale zu werfen und die Saison mit zwei Siegen positiv abzuschließen. Kommenden Sonntag gibt es das Rückspiel gegen die 5. Mannschaft des VC Wiesbaden, wo man mit einer Leistung, wie am heutigen Tag sicher Chancen hat! Weiter geht’s! Aufgegeben wird in Hochheim nicht….

Es spielten unter der Leitung von Trainer Paul Hurys: Michaela Bugdol, Sara Ceyhan, Franziska Klimas und Aileen Simon (Außen-Annahme), Carolin Hahne und Meike Jankowski (Mittelblock), Yvonne Gutte (Zuspiel), Anja Richter (Libera) und Heike Müller (Diagonal)


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.